Leitungswasserversicherung

Leitungswasserschäden

Definition:

Leitungswasser ist Wasser, das bestimmungswidrig ausgetreten ist aus:

  • Rohren der Wasserversorgung (Zu- und Ableitungen) oder damit verbundenen Schläuchen
  • den mit diesen Rohren bzw. Schläuchen verbundenen sonstigen Einrichtungen oder deren wasserführenden Teilen
  • Heizungs- oder Klimaanlagen
  • Wasserlösch- oder Berieselungsanlagen
  • Wasserbetten oder Aquarien

Als Leitungswasser gelten auch Betriebsflüssigkeiten aus Heizungs- oder Klimaanlagen sowie Wasserdampf. Ausgenommen davon sind die Flüssigkeiten, die zur Energieerzeugung bestimmt sind.

Bruchschäden innerhalb von Gebäuden

Versichert sind innerhalb von Gebäuden:

Frostbedingte und sonstige Bruchschäden an Rohren

  • der Wasserversorgung (Zu- oder Ableitungen) oder den damit verbundenen Schläuchen
  • von Heizungs- oder Klimaanlagen
  • von Wasserlösch- oder Berieselungsanlagen

Frostbedingte Bruchschäden an folgenden Installationen

Das setzt voraus, dass diese Rohre kein Bauteil von Heizkesseln, Boilern oder vergleichbaren Anlagen sind.

  • Badeeinrichtungen, Waschbecken, Spülklosetts, Armaturen (z. B. Wasser und Absperrhähne, Ventile, Geruchsverschlüsse, Wassermesser) sowie deren Anschlussschläuche
  • Heizkörper, Heizkessel, Boiler oder vergleichbare Teile von Heizungs- oder Klimaanlagen

Als innerhalb des Gebäudes gilt der gesamte Baukörper, einschließlich der Bodenplatte. Rohre von Solarheizungsanlagen auf dem Dach gelten als Rohre innerhalb des Gebäudes.

Soweit nicht etwas anderes vereinbart ist, sind Rohre und Installationen unterhalb der Bodenplatte (tragend oder nicht tragend) nicht versichert.

Bruchschäden außerhalb von Gebäuden

Versichert sind außerhalb von Gebäuden frostbedingte und sonstige Bruchschäden an Zuleitungsrohren der Wasserversorgung oder an Rohren von Heizungs- oder Klimaanlagen. Dies gilt, soweit

  • diese Rohre der Versorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen und
  • die Rohre sich auf dem Versicherungsgrundstück befinden und
  • der Versicherungsnehmer die Gefahr dafür trägt

Nicht versicherte Schäden

Nicht versichert sind ohne Berücksichtigung mitwirkender Ursachen - es sei denn, im Folgenden sind solche genannt - Schäden durch:

  • Regenwasser aus Fallrohren
  • Plansch- oder Reinigungswasser
  • Schwamm
  • Grundwasser, stehendes oder fließendes Gewässer, Überschwemmung oder Witterungsniederschläge oder einen durch diese Ursachen hervorgerufenen Rückstau
  • Erdbeben, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch
  • Erdsenkung oder Erdrutsch, es sei denn, dass Leitungswasser die Erdsenkung oder den Erdrutsch verursacht hat
  • Brand; Blitzschlag; Überspannung durch Blitz; Explosion; Implosion; Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeugs, seiner Teile oder seiner Ladung
  • Öffnen der Sprinkler oder Bedienen der Berieselungsdüsen wegen eines Brandes, durch Druckproben oder durch Umbauten oder Reparaturarbeiten an dem versicherten Gebäude oder an der Wasserlösch- oder Berieselungsanlage
  • Sturm, Hagel

Nicht versichert sind Schäden an Gebäuden oder an Gebäudeteilen, die nicht bezugsfertigsind. Dies gilt auch für die in diesen Gebäuden oder Gebäudeteilen befindlichen Sachen.

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