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Ein eigenes Haus zu besitzen ist ein großer Lebensschritt und oft eine bedeutende finanzielle Investition.

Um dieses wertvolle Eigentum zu schützen, gibt es die Wohngebäudeversicherung.

Die Frage, ob diese Gebäudeversicherung steuerlich absetzbar ist, beschäftigt dabei viele Immobilienbesitzer.

Denn ähnlich wie bei der Privathaftpflicht oder anderen Personenversicherungen, könnte man annehmen, dass die Gebäudeversicherung als Vorsorgeaufwand angesehen und somit von der Steuer abgesetzt werden kann.

In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die steuerliche Absetzbarkeit der Gebäudeversicherung.

Wir klären, welche Regelungen für Privatpersonen und Unternehmen gelten und welche Ausnahmen es möglicherweise gibt.

Zudem beleuchten geben wir praktische Tipps, wie die Gebäudeversicherung unter bestimmten Bedingungen steuerlich geltend gemacht werden kann.

Ist die Gebäudeversicherung steuerlich absetzbar?

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Sie als Eigentümer Ihre Immobilie selbst bewohnen, können Sie in der Regel die Gebäudeversicherung nicht steuerlich absetzen.

  • Nutzen Sie in Ihrer Immobilie einige Zimmer beruflich, dann besteht eine Ausnahme. 

  • Unternehmen, die Immobilieneigentum besitzen, können alle Nebenkosten für ihre Gebäude als Betriebsausgaben absetzen.

  • Als Besitzer einer vermieteten Immobilie können Sie die Gebäudeversicherung über die Nebenkostenabrechnung auf Ihre Mieter umlegen. 

Ist die Gebäudeversicherung steuerlich absetzbar oder nicht?

Diese Frage beschäftigt viele Hausbesitzer, da ein eigenes Haus oft die größte Anschaffung im Leben ist und eine Absicherung fürs Alter darstellt.

Die Wohngebäudeversicherung ist in solchen Fällen eine selbstverständliche Maßnahme zum Schutz der Investition.

Man fragt sich daher oft, ob diese Versicherung wie beispielsweise die Privathaftpflicht steuerlich absetzbar ist, da das Eigenheim und dessen Absicherung grundsätzlich zur Vorsorge gehören und solche Maßnahmen vom Staat häufig steuerlich gefördert werden.

Allerdings sieht der Gesetzgeber dies anders.

In der Regel kann die Wohngebäudeversicherung in der Steuererklärung nur in Ausnahmefällen zu einer finanziellen Entlastung führen und ist nicht generell von der Steuer absetzbar.

Grundsätzliche Regelung um Versicherungen von der Steuer abzusetzen

Die Gesetzgebung bezüglich der Absetzbarkeit von Versicherungen folgt einem einfachen Prinzip: Wer vorsorgt und damit das Risiko mindert, in der Zukunft auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein, wird steuerlich belohnt.

Für Privatpersonen gilt in der Regel folgende Faustregel: Nur Personenversicherungen können von der Steuer abgesetzt werden, da sie der eigenen Absicherung dienen und als Vorsorgeaufwand betrachtet werden.

Dazu zählen beispielsweise private Haftpflicht- und Rentenversicherungen, Unfallversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Hingegen zählt die Gebäudeversicherung zu den Sachversicherungen, die das Eigentum absichern.

Hierbei gibt es eine klare Richtlinie: Die Absicherung von reinen Vermögenswerten ist nicht steuerlich absetzbar.

Wenn Sie als Eigentümer Ihre Immobilie selbst bewohnen, können Sie in der Regel die Gebäudeversicherung nicht von der Steuer absetzen.

Ausnahmen von der Regel

Es gibt Ausnahmen, bei denen die Wohngebäudeversicherung absetzbar ist.

Eine solche Ausnahme gilt für Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen und einzelne Zimmer beruflich nutzen.

Dabei ist wichtig, dass diese Räume klar vom Wohnraum abgegrenzt sind und hauptsächlich für berufliche Zwecke verwendet werden.

In diesem Fall können die Kosten für die Gebäudeversicherung anteilig für die genutzten Arbeitszimmer von der Steuer abgesetzt werden.

Den errechneten Anteil können Sie entweder als Werbungskosten oder, falls Sie selbstständig sind, als Betriebsausgaben geltend machen.

Die Berechnung erfolgt einfach durch die Ermittlung des prozentualen Anteils der beruflich genutzten Räume an der Gesamtquadratmeterzahl der versicherten Immobilie.

Regelungen für Unternehmen

Unternehmen mit Immobilieneigentum können alle Nebenkosten für ihre Gebäude als Betriebsausgaben absetzen, einschließlich der Gebäudeversicherung.

Auch wenn die Versicherungsbeiträge nicht direkt von der Steuer abgezogen werden können, wirken sie sich dennoch steuerbegünstigend in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens aus.

Diese steuerliche Begünstigung ergibt sich aus der Tatsache, dass Unternehmen durch die Gebäudeversicherung ihr Eigentum und ihre wertvollen Vermögenswerte absichern.

Dadurch mindern sie potenzielle Risiken und gewährleisten die Kontinuität des Geschäftsbetriebs.

Die Kosten für die Gebäudeversicherung werden daher als Betriebsausgaben anerkannt, was dazu führt, dass sie den steuerpflichtigen Gewinn reduzieren.

Somit tragen die steuerlichen Vorteile der Gebäudeversicherung dazu bei, dass Unternehmen finanziell entlastet werden und ihre finanzielle Stabilität langfristig sichern können.

Was gilt für vermietete Immobilien?

Die steuerliche Nichtabsetzbarkeit der Gebäudeversicherung mag für Eigentümer von Immobilien enttäuschend sein, doch es gibt alternative Möglichkeiten, um Kosten einzusparen.

Besonders für Besitzer vermieteter Immobilien bieten sich hier interessante Optionen.

Eine Möglichkeit besteht darin, die Gebäudeversicherung über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umzulegen.

Diese Vorgehensweise ist gemäß § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) zulässig, da die Gebäudeversicherung zu den umlagefähigen Versicherungen zählt.

Durch diese Umlage können Eigentümer die finanzielle Belastung der Versicherungsbeiträge auf ihre Mieter übertragen.

Dies kann sich für Vermieter als vorteilhaft erweisen, da sie dadurch die direkten Kosten für die Gebäudeversicherung teilweise oder sogar vollständig decken können.

Die Umlage der Gebäudeversicherung auf die Mieter erfordert jedoch eine klare und transparente Kommunikation zwischen Eigentümern und Mietern.

Es ist wichtig, die Mieter über die entstehenden Nebenkosten angemessen zu informieren und die entsprechenden Beträge in der Nebenkostenabrechnung korrekt auszuweisen.

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